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| Die Deutschen, Teil 10 - Wilhelm und die Welt von , ,
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Abschluss der Dokureihe...
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Der zehnte und vorläufig letzte Teil der Reihe (Stand 11/2008) "Die Deutschen" befasst sich mit dem Zeitalter der Deutschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Kaiser Wilhelm II. selbst davon überzeugt, ein von an Gottes Gnaden berufener Herrscher zu sein, will mit Deutschland Weltmacht sein. Viele seiner Untergebenen im Reich trauen das einem Deutschland unter diesem Kaiser als ihren Repräsentanten zu. Maßlose Überschätzung der eigenen Wichtung im Kampf um die Weltpolitik oder berechtigter Anspruch Deutschlands? Einen Weg hin zur Weltmacht sieht Wilhelm II. in dem Erwerb der noch wenigen, zur damaligen Zeit nicht vergebenen Kolonien.
Der Kaiser der Deutschen Wilhelm II. jedenfalls ist sich seiner selbst so sicher, dass er sich aufführt wie ein Alleinherrscher über ganz Deutschland. Fast vergisst er, dass mit ihm auch noch der Kanzler und ein Parlament mit über die Geschicke Deutschlands entscheiden. Für ihn ist jeder, der an ihm und seinen Entscheidungen zweifelt oder Kritik übt, gleich ein Gegner der Sache der Deutschen und kein wahrer Patriot. So erklärt sich auch sein zwiegespaltenes Verhältnis zur sich immer stärker organisierenden Arbeiterschaft. In der sich gründenden Vertretung der Industriearbeiter der SPD, sieht Wilhelm II. "eine Rotte von Menschen, nicht wert den Namen Deutscher zu tragen". Immer näher kommt Deutschland, wieder einmal in seiner Geschichte, einer innerpolitischen Spaltung und dem Aufbrechen alter Konflikte.
Seine in die Geschichte als "Hunnenrede" eingehende Ansprache am 27.06.1900 in Bremerhafen zeigt, welch unsensibles Geschick Wilhelm II. auf dem diplomatischen Parkett zeigte.
Mit dem Ausspruch "Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!" schickt er die deutschen Truppen in die Schlacht gegen die westlichen Kolonialherren in China.
Ganz Europa will er seine Macht demonstrieren und zeigen, wie die deutschen Truppen im Sommer 1900 den "Boxeraufstand" in China niederschlagen. Er ruft seine Truppen mit dem Schlachtruf "So wie die Hunnen" zu brutalstem Auftreten gegenüber den Aufständigen auf. So gelangt Deutschland in aller Welt in den Ruf, eine machtgierige und äußerst brutale Nation zu sein. Aber immer mehr regt sich selbst im eigenen Land der Widerspruch gegen Wilhelms übergroßen Anspruch auf die Macht als alleiniger Herrscher.
Beginnend mit dem Jahre 1906 erfüllt sich Wilhelm II eine Wunsch, welcher schon seit Kindertagen in ihm keimte. Ein bis dahin in der Geschichte nie dagewesenes Wettrüsten im Bereich des Flottenbaus beginnt zwischen England und Deutschland. England fühlt sich immer mehr in die Enge getrieben und bildet mit Frankreich und Russland Allianzen.
Mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Frau am 28. Juni 1914, durch einen serbischen Nationalist, verliert Wilhelm II. vollends das Ruder der eigenständigen Entscheidung aus der Hand. Eher ungewollt muss sich Deutschland im Kampf an Österreichs Seite stellen, als am 29. Juli 1914 österreichische Geschütze mit dem Beschuss von Belgrad beginnen. Ganz Europa wird in einen Krieg gezogen, der aufgrund des technischen Fortschritts der letzten Jahre, als einer der schlimmsten und an Opfern reichster, aller bis dahin geführten werden sollte.
Nach 4 Jahren Krieg und Massensterben, muss im September 1918 die Heeresleitung eingestehen, dass sie und ihre Truppen, nicht mehr in der Lage sind, diesen aussichtslosen Krieg fortzuführen. So unter Druck muss Wilhelm II. einem parlamentarischen Regierungssystem zustimmen, dass Verhandlungen über die Beendigung des Krieges, hin zu Friedensgesprächen ermöglicht.
In dieser Zeit brodelt es aber auch immer mehr innerhalb Deutschlands. Die Zeichen und Ideen der Novemberrevolution erreichen alle Teile Deutschlands. Der Kanzler der neuen Reichsregierung, Max von Baden, befürchtet einen Ausbruch eines Aufstandes und die geschichtliche Entwicklung wie zuvor in Russland. Dringends legt er Wilhelm II. seinen Rücktritt nahe. Als dieser sich weigert, erklärt der Kanzler eigenmächtig und selber, am 09.November den deutschen Kaiser für abgesetzt.
Das Volk der Deutschen hat sein Ziel erreicht und mit seiner Macht das Kaisertum beseitigt.
Am 09. November 1918 verkündet Philipp Scheidemann mit den Worten "Es lebe das Neue! Es lebe die deutsche Republik!" den Beginn einer neuen Epoche. Den wahren Anfang der Demokratie auf deutschem Boden, in einer deutschen Republik.
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vom 3. Dezember 2008 | | |
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